Gluten ist Bestandteil vieler Getreideprodukte. Wann kann Gluten eingeführt werden, und was sollten Eltern über Glutenunverträglichkeit wissen?
Happyyy Sunday! Ich hoffe, du hattest eine wunderbare Woche! ☺️
Diese Woche habe ich ein Rezept für gesunde, nährstoffreiche Gummibärchen geteilt 😍 Sie sind süß, enthalten aber gleichzeitig wertvolles Gemüse und Kalzium! Perfekt für unsere Kleinsten – und natürlich auch für uns. 🙌 Viele Kinder lassen sich von bunten Verpackungen und niedlichen Tierfiguren begeistern. Genau diese kindliche Neugier nutzen Haribo & Co., um ihnen leere Kalorien schmackhaft zu machen. Warum sollten wir als Eltern nicht ebenso kreativ sein, und ihnen liebevoll zubereitete, gesunde Alternativen anbieten? 🌱
Passend zum Thema gesunde Alternativen habe ich außerdem mein Rezept für das cremigste, vegane Mac ’n’ Cheese mit dir geteilt. Vielen fällt es schwer, auf Käse zu verzichten – so ging es mir auch, bevor ich vegan wurde. Aber wie auch beim Zucker ist alles eine Frage der Gewohnheit und der richtigen Alternativen. Und genau diese Alternativen möchte ich mit dir teilen und dich inspirieren. Hubby & Baby approved! 😃👌
Nudeln und andere Weizenprodukte sind immer wieder ein Thema vieler “Gesundheitsexperten”. Vor allem auf Instagram lese ich so häufig Aussagen wie: „Gluten ist schlecht für den Körper“, „Gluten verklebt den Darm“ oder sogar „Gluten verursacht Entzündungen”.
Solche Behauptungen wirken unterschwellig auf uns ein und suggerieren, dass glutenfreie Produkte automatisch die gesündere Wahl sind. Ich kann absolut nachvollziehen, dass uns das verunsichert. Gerade wenn es um unsere eigene Gesundheit oder die unserer Kinder geht, möchten wir instinktiv auf Nummer sicher gehen und nichts falsch machen. Aber ist glutenfrei wirklich immer besser? Die Wissenschaft zeichnet hier ein überraschendes Bild…
Früher ging man davon aus, dass nur sehr wenige Menschen Gluten meiden müssen. Heute wissen wir: Es gibt drei verschiedene glutenbezogene Erkrankungen, die zusammen aber nur etwa 2 % der Bevölkerung betreffen:
Viele denken, eine glutenfreie Ernährung sei automatisch gesünder. Stell dir vor, wir würden allen Menschen raten, Erdnüsse zu meiden, nur weil 1 bis 2 Prozent der Weltbevölkerung eine Erdnussallergie hat – das klingt absurd, oder? Genauso verhält es sich mit Gluten. Für die große Mehrheit der Menschen sind glutenhaltige Lebensmittel nicht nur unbedenklich, sondern regelrechte Gesundheitsbooster!
Ein Verzicht auf Gluten kann bei Menschen ohne Unverträglichkeit sogar negative Folgen haben. Schon nach einem Monat glutenfreier Ernährung zeigten sich in einer Studie Veränderungen in der Darmflora und Immunfunktion. Der Grund ist ironisch: Ausgerechnet die Bestandteile, die bei sensiblen Menschen Probleme verursachen können – wie die Fruktane im Weizen (eine Art FODMAPs) – sind für alle anderen wichtige Präbiotika, die unsere guten Darmbakterien nähren.
Nur bei einer klaren Diagnose – Zöliakie, Weizenallergie oder bestätigter Glutensensitivität – ist ein konsequenter Verzicht notwendig.
Wichtig: Bei Verdacht auf Zöliakie solltest du vor der Diagnostik nicht auf Gluten verzichten. Für eine sichere Diagnose ist es notwendig, täglich ausreichend Gluten zu konsumieren (etwa 4-6 Scheiben Brot über mindestens einen Monat). Nur dann zeigt dein Körper die typische Entzündungsreaktion.
Eine offizielle Diagnose ist auch deshalb wichtig, weil:
Spannend wird es vor allem, wenn wir uns anschauen, welche Rolle Gluten bei Babys spielt. Während wir uns oft fragen, ob wir Gluten meiden sollten, zeigt die Wissenschaft: Der Zeitpunkt der ersten Glutenmahlzeit unserer Babys ist viel entscheidender als ein genereller Verzicht!
Warten wir zu lange mit der Einführung von glutenhaltigen Lebensmitteln – also bis nach dem siebten Monat – kann sich das Risiko für eine Glutenunverträglichkeit um bis zu 25 % erhöhen. Das bedeutet: Gerade die gut gemeinte Vorsicht, Gluten möglichst lange zu meiden, könnte nach hinten losgehen. Aber auch eine zu frühe Einführung (vor dem 4. Monat) sollte vermieden werden. Die Menge des eingeführten Glutens spielt ebenfalls eine Rolle: In den ersten Wochen nach Einführung sollten keine große Menge angeboten werden. wir das Risiko für eine Zöliakie bei unseren Kleinsten deutlich senken.
Durch eine frühe, sanfte und schrittweise Einführung geringer Mengen können wir das Risiko für eine Zöliakie bei unseren Kleinsten deutlich senken.
Gluten ist kein Feind – außer bei einer klaren Unverträglichkeit. Für die allermeisten Menschen ist es Teil einer gesunden, vollwertigen Ernährung.
Durch Fermentation (wie beim Sauerteig) und Keimung werden schwer verdauliche Stoffe abgebaut. Das macht das Getreide nicht nur leichter verdaulich, sondern auch nährstoffreicher.
Interessant ist auch: Selbst bei der wissenschaftlich anerkannten Glutensensitivität gibt es noch viele offene Fragen. Experten raten Betroffenen sogar, jährlich zu testen, ob die Sensitivität noch besteht – denn auch die langfristigen Auswirkungen einer dauerhaft glutenfreien Ernährung sind noch nicht vollständig erforscht.
Wissenschaftliche Quellen: Studie 1 Studie 2 Studie 3 Studie 4
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Ich hoffe, du fühlst dich inspiriert und gestärkt durch diesen Newsletter! Denk daran, es geht nicht um Perfektionismus, sondern darum, bewusste und informierte Entscheidungen für sich und seine Liebsten zu treffen. Jeder kleine Schritt in Richtung einer ausgewogenen, gesunden Ernährung ist ein Erfolg!

